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Einblicke
Waldorfschule auf der Gutenhalde setzt Umweltzeichen
Filderstadts viertgrößte Schule wird von Erdöl unabhängig
Am Samstag, den 5. April 2008, nahm Herr Walter Bauer,
Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion im Gemeinderat in Vertretung unserer
erkrankten Oberbürgermeisterin, Frau Dönig-Poppensieker, die Einweihung
der neuen Holzhackschnitzel-Heizung an der Freien Waldorfschule auf den
Fildern vor, die als Gemeinschaftsprojekt des Freien Jugendwerks
Gutenhalde e. V. mit der Stadt Filderstadt realisiert wurde.
Mit dieser umweltfreundlichen Heizmethode, die den Wärmebedarf der Schule
in allen Gebäuden (Saalbau, Saalanbau, Turmbau, Klassenbau, Werkstätten,
Lehrerwohnungen, Alte Schule, Turnhalle) sowie der städtischen Übergangswohnheime
deckt und auch die Warmwasserbereitung sicherstellt, macht sich die Freie
Waldorfschule als erste Schule in freier Trägerschaft im Großraum Stuttgart
weit gehend von Erdöl unabhängig.
1.300.000 kWh/a Wärmeverbrauch werden künftig durch ca. 2.000 Schüttkubikmeter
Hackschnitzel pro Jahr gedeckt. Die Hackschnitzelheizung hat dabei zusätzlich
den Vorteil, dass damit jährlich über 400 Tonnen des schädlichen Treibhausgases
CO2 eingespart werden können. Dies entspricht 88 % der Menge, die bisher
erzeugt wurde. Die neue Heizung wird mit erneuerbaren Ressourcen gespeist,
die bislang nicht oder kaum verwertet wurden: Abfallprodukte aus der Holz-
und Forstwirtschaft. Ein Pufferspeicher mit 20 m3 deckt morgendliche
Leistungsspitzen der Heizungsanlage ab und verhindert so ein Takten des
Holzkessels. Dieser springt nur bei extremen Minusgraden ein.
Damit zeigt die Schule gelebtes Umweltbewusstsein - sichtbar für unsere
Nachbarn und die rund 470 Schülerinnen und Schüler.
Die Sporthalle, ebenfalls ein gemeinsames Projekt mit der Stadt Filderstadt,
verfügt bereits über eine Photovoltaik-Anlage, die bereits seit mehreren
Jahren Strom produziert. Schon vor zehn Jahren erhielt die Schule einen
Umweltpreis der Hofbräu-Umweltstiftung und dem B.U.N.D. Deutscher
Naturschutz für ein neu angelegtes Biotop und ein Regen-wasserkreislaufsystem.
Die Freie Waldorfschule manifestiert somit auch äußerlich ihr pädagogisches Ziel:
Entwicklung zu fördern.
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